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Kunstjournal

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe boesner-Kunden,

Paul Cézanne war der Auffassung, dass „die Farbe der Ort“ sei, „wo sich unser Gehirn und das Weltall begegnen“. Anders formuliert könnte man auch von dem „Ort“ sprechen, an dem sich Individuum und Kosmos, an dem sich Künstler und Welt begegnen. Doch wie sieht diese „Begegnung“ im Einzelnen aus?

Von diesem „Ort der Farbe“ geben uns u.a. Katharina Grosse und Xenia Hausner in zwei Interviews unterschiedliche Einblicke. Beide Künstlerinnen feiern in diesem Jahre runde Geburtstage. Katharina Grosse arbeitet an einem Bildbegriff, in welchem die Farbe als bild und raumgreifende Intervention im Sinne einer Überwindung materialbezogener und architektonischer Schranken eine entscheidende Rolle spielt. Xenia Hausner, derenFrauendarstellungen gemeinhin als äußerst präsent und bühnenbildartig gelten, zeigt auf, was es mit diesem „Mythos“ auf sich hat.

Sich der ungeheuren Bedeutung der Farbe in ihrer reinen und autonomen Kraft bewusst, reiht Rupprecht Geiger (1908 - 2009) sie sogar zusammen mit dem Licht in die Reihe der Elemente ein. Runde Geburtstage feiern der Maler und Bildhauer Markus Lüpertz und der Fotograf Jim Rakete. Daneben spricht der Nobelpreisträger für Literatur 2010, der gebürtige Peruaner Mario Vargas Llosa, über die „Vielseitigkeit menschlicher Kreativität“. Vorgestellt werden ferner die Konzept-, Objekt- und Installationskünstler Christian Boltanski, Josephine Meckseper, Rosemarie Trockel und Isa Genzken.


Ihre KUNSTJOURNAL-Redaktion

Yvonne Schwarzer